Ein gemeinsames Fest für den Stadtteil Mattenbach
Jeder Stadtteil hat seine eigene «Dorfet»: sei es Seen, Veltheim oder Wülflingen. Eine «Dorfet» gibt es in Mattenbach nicht, weil wir nie ein richtiges Dorf gewesen sind. Dafür steigt in diesem Jahr am Bettag, Sonntag, 21. September, das Schtrassefäscht Mattebach für alle Bewohnerinnen und Bewohner unseres Stadtteils. «Läbig, farbig und nachhaltig» ist zugleich eine Möglichkeit, unser Quartier und seine Bewohner:innen zu beschreiben, aber es ist auch Leitwort und Anspruch dieses ganz besonderen Tages.
Das Schtrassefäscht ist ursprünglich die Idee von Rosmarie Graf, Kirchenpflegerin der Zwingli-Gemeinde, die mit einer Gruppe von Schöpfungsbewegten den Prozess begleitet und ermöglicht hat, um Kirchgemeinde «Grüner Güggel» zu werden. Es war ihr innigster Wunsch, die Schöpfung mit dem ganzen Stadtteil zusammen zu feiern.
Ein Fest auf der Strasse
Das Schtrassefäscht findet buchstäblich auf der Strasse statt – und zwar auf dem Unteren Deutweg zwischen Zwingliplatz und Weberstrasse. Es ist Teil des städtischen Projekts «Autofreie Sonntage im Quartier», bei dem die Quartierbewohner:innen ihren Strassenraum für Feste, Veranstaltungen oder Aktionen nutzen. Ein
Organisationskomitee hat die Vorbereitungen vor über einem Jahr an die Hand genommen.
Wir beginnen mit einem ökumenischen Gottesdienst um 11.00 Uhr zum Thema «Mehr als genug». Dieser möchte bewusst machen, wie reich beschenkt wir durch die Fülle von Lebensmitteln sind, die bei uns in guter Qualität produziert werden. Das ist nicht überall und für alle Menschen so, um so mehr gilt es, zu den Lebensmitteln Sorge zu tragen. Gestaltet wird der Gottesdienst durch Konfirmandinnen und Konfirmanden, von Vertreterinnen und Vertretern der Zwingli-Kirche, der Herz-Jesu-Kirche, der christ-katholischen Kirche und der Kirche Grüze und von einem eigens dafür gegründeten Projektchor. Der Chor wird das Mattenbacher-Lied zur Uraufführung bringen, welches Ruth Baumann (Quartierverein Gutschick und OK Schtrassefäscht) komponiert hat.
Ein urbanes Erntedankfest
Integrierter Bestandteil des Schtrassefäschts ist das erste Winterthurer «Foodsave-Bankett». Foodsave ist das Gegenteil von FoodWaste und bedeutet «Lebensmittel retten». Verführerische Apérohäppchen und ein überraschendes Menu aus geretteten Lebensmitteln werden von Christoph Graf und Freiwilligen zubereitet und serviert werden
Liebe Leserinnen und Leser,
Sie sind eingeladen, am Bettag an der vorbereiteten Tafel Platz zu nehmen und sich von 12.30 bis 14.30 Uhr bedienen zu lassen. Unser urbanes Erntedankfest wird in Ihnen hoffentlich eine neue Liebe zu allen Lebensmitteln, die für uns produziert werden, wecken. Wer Lust bekommt, danach im eigenen Stil «Rettzepte» zu kreieren, dem sei dies natürlich wärmstens empfohlen, denn es entspricht dem Sinn und Geist dieses besonderen Essens, welches mittlerweile in den grossen Städten und vielen weiteren Orten der Schweiz durchgeführt wird. Das Mittagessen ist für alle kostenlos, jedoch wird eine Kollekte zur Deckung der Unkosten erhoben. Für einmal ist keine Anmeldung erforderlich, «es hed eifach, solang’s hed.» An der Bar sind die Getränke kostenpflichtig.
Fast 30 Stände und Aktivitäten
Am Nachmittag gestalten Vereine und weitere Anbieter:innen, viele aus unserem Quartier, ein abwechslungsreiches Programm an Ständen und in Workshops für Kinder, Familien und Singles. Für Kinder gibt es eine spannende «Cevi-Schnitzeljagd» zum Knobeln und Hirnen. Die Pfadi Hartmannen bauen eine Seilbrücke in der Luft, wo das eigene Gleichgewicht auf die Probe gestellt wird, und in der Hüpfburg der Chile Grüze verwandeln Kinder ihre Energie in Spass.
Markus Ehrat, Pfarrer an der Zwinglikirche und Männer-Outdoor-Coach, und Patricia Vogelsang von HEKS Neue Gärten verabreichen bei ihrer Jurte Impulse, wie die persönliche Lebensernte gefeiert und transformiert werden kann. Die Pfarrerin Marilene Hess hat inspirierende Schöpfungsgeschichten an Lager, und bei «Singen am Füür» kann jeder mitsingen, so wie’s passt.
Bühnenprogramm mit Martina Hügi und Tüli
Auf der Bühne treten zwei stadtbekannte Artisten auf. Slam-Poetin Martina Hügi tritt gleich dreimal auf, und Rapper Tüli sorgt bei seinem einzigen Auftritt ganz bestimmt für Überraschungen. Knackige Texte und guter Beat werden für gute Stimmung und Anregung sorgen.
Einige Quartiervereine haben entschieden, dieses Jahr zugunsten unseres gemeinsamen Festes auf eine eigene Veranstaltung zu verzichten, weil sie wissen, dass keine Gemeinschaft gelingt, wenn nicht auch miteinander gefeiert wird. Vom OK wünschen wir dem ganzen Stadtkreis Mattenbach ein erlebnisreiches Fest, gute Unterhaltung und neue Bekanntschaften. Das ganze Programm finden Sie auf https://www.strassenfest-mattenbach.ch.
Daniel Wiederkehr, Pfarrer an der Zwingli-Kirche und Co-Präsident des Organisationskomitees
Text: Daniel Wiederkehr
Foto Copyright:
foodsave-bankette.ch
Wo: Auf der autofreien Strasse Unterer Deutweg zwischen Zwingliplatz und Weber-
strasse
Zeit: 11 Uhr Ökum. Gottesdienst
12.30 bis 14.30 Uhr urbanes Erntedankfest.
Bis 17 Uhr gibt es ausserdem diverse Standaktivitäten und ein attraktives Bühnen-
programm.
Das ganze Programm findest du hier:
www.strassenfest-mattenbach.ch
